Fremdparker, fehlende Kontrolle, ungenutztes Potenzial: So lassen sich Parkflächen effizienter nutzen.

Freitagnachmittag, kurz nach fünf, der Kundenparkplatz ist voll. Ein Kunde dreht die zweite Runde, findet keinen freien Stellplatz und fährt weiter zum Wettbewerber. Zwei der Fahrzeuge auf der Fläche stehen dort schon seit acht Uhr morgens. Ihre Fahrer arbeiten im Bürogebäude gegenüber.
Diese Situation kennen viele unserer Partner, ob im Einzelhandel, im Fachmarkt oder in der Wohnanlage. In den meisten Fällen fehlt es dabei nicht an Stellplätzen, sondern an klaren Regeln, die im Alltag auch greifen. Genau darum geht es beim Parkraummanagement. Wie es heute gelöst wird, hat allerdings wenig mit den Schranken zu tun, die viele noch vor Augen haben.
Parkraummanagement beantwortet im Kern drei Fragen:
Wer darf auf der Parkfläche parken? Wie lange? Und was passiert, wenn sich jemand nicht an die Nutzungsbedingungen hält? Die Antworten stehen auf der Beschilderung vor Ort.
Lange lief das auf einen einzigen Zweck hinaus, nämlich Parkverstöße zu erfassen. Wer die Höchstparkdauer überschritt oder ohne Parkberechtigung parkte, zahlte eine Vertragsstrafe. Das ist aber nur die eine Hälfte der Aufgabe. Die zweite ist die wichtigere: dafür zu sorgen, dass die Parkfläche tatsächlich denen zur Verfügung steht, für die sie gedacht ist, also Kunden, Mietern, Mitarbeitenden oder Gästen.
Schranke, Parkscheibe und Kontrollgang haben jahrzehntelang funktioniert und tun es an vielen Standorten immer noch. Ihre Schwächen kennt allerdings jeder, der sie in Betrieb hat. Schrankenanlagen brauchen Wartung, fallen im laufenden Betrieb aus und kosten Platz, den kleinere Parkflächen nicht haben. Parkscheiben lassen sich zurückdrehen. Und ein Kontrollgang erfasst genau die Minuten, in denen jemand vor Ort ist. In der übrigen Zeit bleiben Parkverstöße unentdeckt.
Wie viel dabei zusammenkommt, lässt sich beziffern. Autofahrer in deutschen Städten verbringen im Schnitt 41 Stunden pro Jahr mit der Parkplatzsuche. Durch Zeitverlust, Kraftstoffverbrauch und Emissionen entstehen daraus Mehrkosten von rund 896 Euro pro Fahrer und Jahr, so eine Studie des Verkehrsanalyse-Unternehmens INRIX aus dem Jahr 2017.1 Der ADAC schätzt den Anteil des Parksuchverkehrs am innerstädtischen Gesamtverkehr auf 30 bis 40 Prozent.2 Und das, obwohl der vorhandene Parkraum nach Einschätzung des ADAC selbst zu Spitzenzeiten nur zu rund 70 Prozent ausgelastet ist.3
Für Partner sind das konkrete Kosten: blockierte Kundenstellplätze, Beschwerden an der Kasse und Personalzeit, die in die Kontrolle der Parkfläche fließt, statt in das eigentliche Geschäft.
Der wichtigste Unterschied zu früher bleibt auf den ersten Blick unsichtbar. An der Einfahrt stehen keine Schranken. Stattdessen kommt eine kamerabasierte Kennzeichenerfassung zum Einsatz. Sie erfasst, welches Fahrzeug wann auf die Parkfläche fährt und sie wieder verlässt. Anschließend gleicht das System diese Informationen mit den hinterlegten Parkberechtigungen ab. Alles Weitere ergibt sich aus den Regeln, die für den Standort gelten sollen, wie zum Beispiel zwei Stunden kostenfrei für Kunden, Dauerparkberechtigungen für Mieter, Tagesparkberechtigungen für Besucher. Eine Parkfläche mit 20 Stellplätzen hinter einem Wohngebäude braucht dabei andere Regeln als ein Fachmarktparkplatz an der Ausfallstraße.
Aus Sicht des Fahrers passiert zunächst gar nichts. Er fährt auf die Parkfläche, das Kennzeichen wird erfasst, ohne Ticket und ohne Halt an der Schranke. Mit dem Abstellen des Fahrzeugs kommt der Parkvertrag zustande. Was darin gilt, steht auf der Beschilderung, etwa die zulässige Höchstparkdauer oder das Parkentgelt.
Bleibt das Fahrzeug länger als erlaubt oder fehlt eine gültige Tages- oder Dauerparkberechtigung, wird der Parkverstoß automatisch erfasst, und es wird eine Vertragsstrafe nach den vor Ort ausgewiesenen Nutzungsbedingungen fällig. Bezahlt wird je nach Standort am Automaten per Kennzeicheneingabe oder online. Personal ist dafür an keiner Stelle nötig, auch nicht abends, nachts oder am Wochenende.
Ein Supermarktparkplatz, ein Fachmarktstandort und die Stellplätze einer Wohnanlage haben wenig gemeinsam, außer dass überall Fahrzeuge stehen. Entsprechend selten passt eine Standardlösung.
Der unmittelbare Nutzen mit null Verwaltungsaufwand: Die Stellplätze stehen wieder den eigenen Kunden, Mietern oder Mitarbeitenden zur Verfügung, ohne dass jemand die Parkfläche ablaufen und Parkscheiben prüfen muss.
Der zweite Nutzen fällt oft erst später auf. Weil jeder Parkvorgang erfasst wird, sehen Sie, wie Ihre Parkfläche tatsächlich genutzt wird: wann die Stoßzeiten liegen, wie lange Ihre Kunden bleiben, aus welchem Umfeld sie kommen. Auf dieser Grundlage lassen sich Personalplanung oder der künftige Stellplatzbedarf belastbar begründen. Und wenn die Parkfläche abends oder am Wochenende ohnehin leer steht, lässt sie sich über Vermietungskonzepte zusätzlich wirtschaftlich nutzen.
Gutes Parkraummanagement erkennt man daran, dass es im Alltag nicht auffällt. Keine Parkscheibe, die vergessen wird. Keine Schlange an der Schranke. Und keine Suche nach einem Stellplatz, der eigentlich für Kunden vorgesehen ist. Was gilt, steht lesbar auf der Beschilderung, bezahlt wird am Automaten oder online. Wer sich an die Nutzungsbedingungen hält, merkt von der Kontrolle nichts.
Bei loyal parking beginnt jedes Projekt mit einer Standortanalyse. Wir sehen uns die Parkfläche vor Ort an, sprechen über die Abläufe und legen gemeinsam fest, welche Regeln gelten sollen. Daraus entsteht ein Konzept, das zum Standort passt, ob Parkraumkontrolle mit kostenfreier Höchstparkdauer oder kostenpflichtige Bewirtschaftung.
Planung, Installation, Betrieb und Wartung übernehmen wir. Eine Schranke oder Parkscheiben sind nicht erforderlich. Für unsere Partner entstehen dabei in der Regel keine Kosten.
Alle Partner erhalten Zugang zu unserem Partnerportal. Dort lassen sich Parkberechtigungen temporär oder dauerhaft hinterlegen, aktive Parkvorgänge und Statistiken einsehen und bei Bedarf direkt Kontakt zu uns aufnehmen. Partner mit mehreren Standorten können im Partnerportal zwischen ihren Parkflächen wechseln. Wenn sich die Anforderungen vor Ort ändern, passen wir die Regeln gemeinsam an. Und wenn Stellplätze regelmäßig ungenutzt bleiben, unterstützen wir zusätzlich bei der Parkraumvermietung.
Eine Parkfläche ist kein Selbstzweck. Sie soll denen zur Verfügung stehen, für die sie gedacht ist, und das möglichst ohne täglichen Aufwand für den Partner. Ob Einzelhandel, Wohnanlage oder Gesundheitswesen: Wer die Regeln auf den Standort zuschneidet und die Kontrolle im Hintergrund laufen lässt, gewinnt die Steuerung über die eigene Parkfläche zurück.
Sie möchten wissen, wie Ihre Parkfläche heute genutzt wird? Vereinbaren Sie eine unverbindliche Beratung. Wir erstellen gemeinsam mit Ihnen eine individuelle Standortanalyse.